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Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV)
gemäß Art. 28 DSGVO · Stand: 26.07.2026 · inhaltlich am
tatsächlichen technischen Ist-Stand der Software ausgerichtet
Abschluss in Textform: Diese Vereinbarung wird
Bestandteil des Nutzungsvertrags, indem der Kunde sie im Bestellprozess
auf getvibecheck.de bestätigt (Checkbox „AGB & AVV"); Zeitpunkt der
Zustimmung wird dokumentiert. Eine gesonderte Unterschrift ist nicht
erforderlich (§ 14). Auf Wunsch stellt der Anbieter eine unterschriebene
Fassung bereit:
info@buchta.systems.
§ 1 Vertragsparteien
Verantwortlicher (Art. 4 Nr. 7 DSGVO): der Kunde — der Betrieb,
der VibeCheck bestellt, mit den in der Bestellung angegebenen Firmen- und
Kontaktdaten. — nachfolgend „Verantwortlicher" —
Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8 DSGVO):
Buchta AI Systems, Inhaber Christian Buchta
Hattersheimer Straße 3, 60326 Frankfurt am Main
E-Mail: info@buchta.systems
— nachfolgend „Auftragsverarbeiter" —
§ 2 Gegenstand und Dauer
- Gegenstand ist die Bereitstellung und der Betrieb der Web-Anwendung
„VibeCheck" (anonymer wöchentlicher Stimmungs-Check) für den
Verantwortlichen, einschließlich Hosting, Wartung, Backups, technischem
Support und Weiterentwicklung.
- Die Vereinbarung beginnt mit der Bestellung und gilt für die Dauer
des Nutzungsvertrags (AGB). Sie endet mit
dessen Beendigung; § 11 (Löschung) gilt darüber hinaus.
- Verarbeitungsort ist ausschließlich Deutschland bzw. die EU (§ 9).
§ 3 Art und Zweck der Verarbeitung
- Zweck: wöchentliche Stimmungsabfrage der Beschäftigten (drei
Stufen Grün/Gelb/Rot), anonyme Aggregat-Auswertung für die Belegschaft
und — je nach gewähltem Anonymitäts-Modus — identifizierte Auswertung
ausschließlich für die Geschäftsleitung („halb-anonym") oder gar keine
identifizierte Auswertung („voll-anonym"). Grundlage ist die
Einwilligung der Beschäftigten (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO / § 26
Abs. 2 BDSG; Nutzungsvereinbarung in der App).
- Art: Erheben, Speichern, Anzeigen (aggregiert bzw.
identifiziert je Rolle und Modus), E-Mail-/SMS-Versand (Login,
Erinnerungen, Beteiligungs-Digest), Pseudonymisieren, Löschen,
verschlüsseltes Sichern (Backups).
§ 4 Art der personenbezogenen Daten
- Stammdaten: Name, E-Mail-Adresse und/oder Mobilnummer
(optional; nur bei aktiviertem Kontakt-Import/SMS-Einladung,
freiwillig, dient ausschließlich Login/Einladung/Erinnerung per SMS und
wird bei Deaktivierung entfernt), Rolle
(Verwaltung/Teamleitung/Mitarbeiter:in), Aktiv-Status.
- Nutzungsdaten: wöchentlicher Stimmungswert (Grün/Gelb/Rot) mit
Kalenderwoche und Zeitstempel; Bestätigungen (Nutzungsvereinbarung,
Manager-Selbstverpflichtung). Optionaler Hinweis an die Leitung
(nur bei aktiviertem Kommentar-Feature UND halb-anonymem Modus): von
der Mitarbeiter:in freiwillig verfasster Kurz-Freitext (max. 200
Zeichen), nur für die Geschäftsleitung sichtbar, nie für Kolleg:innen;
im voll-anonymen Modus deaktiviert (und beim Umschalten gelöscht).
Feedback-Termin (nur bei aktiviertem Feature): freiwilliger
Gesprächswunsch — gespeichert werden Name, Kalenderwoche, Status und
ggf. ein vorgeschlagener Termin-Zeitpunkt; nie eine
Farbe/Stimmung (strikt vom Stimmungswert getrennt); die
Kalender-Datei wird lokal erzeugt (kein Kalender-Zugriff).
- Protokoll-/Sicherheitsdaten: Login-Metadaten
(ausgestellte/widerrufene Sitzungs-Tokens, verbrauchte Login-Links und
Einmal-Codes — Codes ausschließlich als kryptografischer Hash),
Auth-Diagnose-Log (Nutzer-ID und technischer Grund, ohne Namen/E-Mail),
Audit-Log der Leitungs-Einsichten (ohne Stimmungswerte),
Webserver-Logs mit IP-Adressen (Löschung nach 14 Tagen).
- Freitext-Feedback (In-App-Kanal): freiwillig verfasste
Meldungen (Bug/Verbesserung/Feedback) mit Rolle und App-Kontext, ohne
Namens-/Kontozuordnung.
§ 5 Kategorien betroffener Personen
Beschäftigte des Verantwortlichen sowie die Geschäftsleitung selbst.
§ 6 Weisungsrecht
- Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten
ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen
(Art. 28 Abs. 3 lit. a DSGVO); diese Vereinbarung und die
Funktionsweise der App sind die Grundweisung. Weisungen ergehen in
Textform (E-Mail genügt).
- Hält der Auftragsverarbeiter eine Weisung für datenschutzwidrig,
informiert er den Verantwortlichen unverzüglich und darf die
Ausführung bis zur Klärung aussetzen.
§ 7 Vertraulichkeit
Der Auftragsverarbeiter verpflichtet sich zur Vertraulichkeit. Zugriff
auf personenbezogene Daten hat ausschließlich der Inhaber persönlich;
werden künftig weitere Personen einbezogen, werden sie vor Aufnahme der
Tätigkeit auf Vertraulichkeit verpflichtet (Art. 28 Abs. 3 lit. b
DSGVO).
§ 8 Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)
Die umgesetzten Maßnahmen sind in Anlage 1 (TOM) beschrieben;
Kernpunkte: EU-Hosting (Deutschland), Transportverschlüsselung,
Anonymitäts-Architektur mit fünf Schutzschichten, PII-freie
Betreiber-Sicht, clientseitig verschlüsselte Backups, Server-Härtung,
IP-Log-Begrenzung auf 14 Tage, Pseudonymisierung beim Deaktivieren. Der
Auftragsverarbeiter darf die Maßnahmen fortentwickeln, solange das
Schutzniveau nicht unterschritten wird.
§ 9 Sub-Auftragsverarbeiter (Art. 28 Abs. 2, 4 DSGVO)
- Der Verantwortliche erteilt die allgemeine Genehmigung für die
in Anlage 2 gelisteten Sub-Auftragsverarbeiter. Über
beabsichtigte Änderungen informiert der Auftragsverarbeiter vorab in
Textform; der Verantwortliche kann aus wichtigem
datenschutzrechtlichem Grund binnen 14 Tagen widersprechen.
- Mit jedem Sub-Auftragsverarbeiter bestehen Verträge nach Art. 28
DSGVO. Für Beschäftigtendaten findet keine Verarbeitung außerhalb der
EU statt.
§ 10 Unterstützung des Verantwortlichen
- Betroffenenrechte (Art. 12–23 DSGVO): Die App stellt einen
Selbst-Export bereit („Meine Daten exportieren", Art. 15); Löschung
erfolgt durch Deaktivierung mit sofortiger Pseudonymisierung von Name
und E-Mail. Darüber hinaus unterstützt der Auftragsverarbeiter bei
Betroffenenanfragen unverzüglich, spätestens binnen 10 Werktagen.
- Datenpannen (Art. 33, 34 DSGVO): Meldung an den
Verantwortlichen unverzüglich nach Kenntnis mit den nach Art. 33
Abs. 3 DSGVO erforderlichen Angaben; Unterstützung bei Melde- und
Benachrichtigungspflichten.
- DSFA (Art. 35, 36 DSGVO): Unterstützung mit den vorhandenen
technischen Informationen (Systemdokumentation liegt vor).
§ 11 Löschung und Rückgabe nach Vertragsende
- Nach Beendigung stellt der Auftragsverarbeiter auf Wunsch einen
vollständigen Datenexport (maschinenlesbar, JSON) bereit; der Kunde
kann ihn zudem jederzeit selbst in der Verwaltung abrufen.
- Anschließend werden alle personenbezogenen Daten aus den aktiven
Systemen gelöscht — automatisiert spätestens 30 Tage nach
Vertragsende. Verschlüsselte Backups laufen automatisch aus
(lokale Kopien nach 14 Tagen, Objektspeicher-Kopien nach spätestens
90 Tagen, Server-Snapshots nach 7 Tagen).
- Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.
§ 12 Nachweis- und Kontrollrechte (Art. 28 Abs. 3 lit. h DSGVO)
Der Auftragsverarbeiter stellt alle zum Nachweis erforderlichen
Informationen zur Verfügung (u. a. Systemdokumentation, TOM-Anlage,
Sub-AV-Verträge) und ermöglicht Überprüfungen durch den Verantwortlichen
oder einen beauftragten Prüfer nach vorheriger Ankündigung mit
angemessener Frist, während üblicher Geschäftszeiten und ohne Störung
des Betriebs.
§ 13 Haftung
Die Haftung richtet sich nach Art. 82 DSGVO und den gesetzlichen
Vorschriften.
§ 14 Schlussbestimmungen
- Diese Vereinbarung wird in Textform geschlossen (Bestätigung im
Bestellprozess); Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.
- Es gilt deutsches Recht.
- Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die
Vereinbarung im Übrigen wirksam; anstelle der unwirksamen Bestimmung
gilt die gesetzliche Regelung.
- Bei Widersprüchen zwischen dieser AVV und sonstigen Vereinbarungen
der Parteien geht diese AVV hinsichtlich des Datenschutzes vor.
Anlage 1 — Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM, Ist-Stand)
Zutritts-/Zugangskontrolle
- Hosting auf dedizierter Cloud-Instanz (Hetzner, Rechenzentrum
Nürnberg/DE; Zutrittskontrolle des Rechenzentrums beim Sub-AV).
- Server-Zugang ausschließlich per SSH-Schlüssel (kein Passwort-, kein
root-Login), Cloud-Firewall + ufw (nur Ports 22/80/443), fail2ban,
automatische Sicherheitsupdates.
- Datenbank und Anwendungs-Backend sind nicht aus dem Internet
erreichbar (nur über den Reverse-Proxy im internen Netz).
Zugriffskontrolle (Anwendung)
- Passwortlose Anmeldung per Magic-Link: einmalig verwendbar
(Single-Use) und zeitlich begrenzt; Sitzungs-Tokens serverseitig
widerrufbar (nur Hashes in der Datenbank).
- Alternativ eintippbarer 6-stelliger Einmal-Code aus derselben
Login-Mail: in der Datenbank ausschließlich als kryptografischer Hash,
10 Minuten gültig, einmalig verwendbar, nach 5 Fehlversuchen gesperrt;
pro Person ist stets nur der zuletzt angeforderte Code gültig.
- Rollenmodell mit getrennten Endpunkten; die Rolle wird bei jedem
Zugriff aus der Datenbank geprüft (nie aus dem Client-Token).
- Identifizierte Leitungs-Sicht (nur halb-anonymer Modus) nur nach
bestätigter Selbstverpflichtung; jeder Einblick wird protokolliert und
den Beschäftigten in der App transparent gemacht (Anzahl
Einsichtstage).
Anonymitätsschutz (Kern der Anwendung, fünf Schichten)
- Getrennte API-Routen je Rolle; Antwort-Schemas ohne PII-Felder; SQL
auf Mitarbeiter-Pfaden lädt keine identifizierenden Spalten;
Kleingruppen-Maskierung („<3" bei Zählwerten 1–2); kein Aggregat
unter 5 Gesamtantworten (N ≥ 5).
- Betreiber-Statusseite enthält ausschließlich Betriebs- und Zähldaten
— keine Namen, E-Mails oder Stimmungswerte (durch automatisierte Tests
im CI abgesichert).
Übertragungskontrolle
- TLS 1.2/1.3 (Auto-Renewal), HSTS, Content-Security-Policy und
weitere Sicherheits-Header; keine Einbindung externer CDNs.
- E-Mail-Versand DKIM-signiert über EU-Relay (Anlage 2).
Eingabe-/Verarbeitungskontrolle
- Audit-Log der Leitungs-Einsichten (ohne Stimmungswerte,
tagesentdoppelt); Admin-Änderungen werden auditiert; PII-freies
Auth-Diagnose-Log.
- Rate-Limits (streng auf Auth-Endpunkte), Verbindungslimits,
fail2ban-Eskalation — jeweils pro echter Client-IP.
Verfügbarkeitskontrolle
- Tägliche Backups: komprimiert und clientseitig AES256-verschlüsselt
vor jedem Upload; Schlüssel verbleibt ausschließlich auf dem
App-Server. Vier Schichten: lokal (14 Tage), Objektspeicher (90 Tage,
nur Chiffrat), verschlüsselte Mail-Kopie an den Betreiber,
Server-Snapshots (7 Slots). Wiederherstellung getestet.
- Statusüberwachung (Datenbank, Mailversand, Zertifikat, Backup-Alter,
Server-Auslastung) mit Problem-Benachrichtigung.
Datensparsamkeit / Löschkonzept
- Webserver-Logs (IP-Adressen) werden nach 14 Tagen gelöscht.
- Deaktivierte Nutzerkonten werden sofort pseudonymisiert (Name/E-Mail
überschrieben, nicht wiederherstellbar).
- Suspendierte Betriebe werden 30 Tage nach Vertragsende automatisch
vollständig gelöscht (§ 11).
- In-App-Feedback wird ohne Kontozuordnung gespeichert (nur Rolle +
Kontext).
Anlage 2 — Sub-Auftragsverarbeiter
| Sub-AV | Zweck | Datenarten | Standort | Vertragsgrundlage |
| Hetzner Online GmbH, Industriestr. 25, 91710 Gunzenhausen |
Hosting der Anwendung (Cloud-Server, dediziert) |
alle in § 4 genannten Daten (auf dem Server) |
Deutschland (Nürnberg) |
Hetzner AVV (Art. 28) |
| Hetzner Online GmbH (Object Storage) |
Ablage der clientseitig verschlüsselten Tagesbackups |
ausschließlich Chiffrat (ohne Schlüssel kein Personenbezug herstellbar) |
Deutschland (Nürnberg) |
Hetzner AVV; vorsorglich gelistet |
| Brevo (Sendinblue SAS), 106 bd Haussmann, 75008 Paris |
Transaktionaler E-Mail-Versand (Login, Erinnerungen, Digest) |
Name, E-Mail-Adresse, Login-Link und Einmal-Code (Klartext der Mail) |
Frankreich (EU) |
Brevo DPA (Art. 28) |
| Brevo (Sendinblue SAS) — SMS (nur bei aktiviertem Kontakt-Import/SMS-Einladung) |
Transaktionaler SMS-Versand (Einladung + Login-/Erinnerungs-Code) |
Name (Anrede), Mobilnummer, Einmal-Code (Klartext der SMS) |
Frankreich (EU) |
Brevo DPA (Art. 28) |
| Stripe Payments Europe Ltd., Dublin |
Abo-Abrechnung/Zahlung des buchenden Betriebs (Checkout, Rechnungen, Kundenportal) |
ausschließlich Vertrags-/Zahlungsdaten des Betriebs (Firmenname, Besteller-Kontakt, Rechnungsadresse, Zahlungsmittel). Keine Beschäftigten-, keine Stimmungsdaten |
Irland (EU); Zahlungsnetzwerk-bedingte Drittlandübermittlung gem. Stripe-DPA (SCC) |
Stripe DPA (Art. 28) |
Für Beschäftigtendaten: kein Sub-AV außerhalb der EU. Externe
Verfügbarkeits-Überwachung prüft ausschließlich die öffentliche URL und
verarbeitet keine personenbezogenen Daten der Beschäftigten.
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